Liebe Wachtbergerinnen, liebe Wachtberger,
das Amtsblatt Nr. 16 wurde nicht in alle Haushalte verteilt. Wir sind jedoch der Meinung, dass jede BürgerIn über den zukünftig von CDU/CSU und FDP geplanten Umgang mit der Gentechnik in der Landwirtschaft informiert sein sollte und welche Haltung die Grünen in Wachtberg dazu einnehmen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir diesen Beitrag noch einmal.
Gentechnikfreies Wachtberg
Die großen Saatgut-Konzerne haben noch nicht aufgegeben. Sie wollen Bauern und Verbraucher abhängig machen. Und zwar von Ihren patentgeschützten Gen-Pflanzen. Für diese werden jedes Jahr aufs neue Lizenzgebühren beim Kauf von genmanipuliertem Saatgut fällig. Wer nicht zahlt bekommt Ärger.
Die behaupteten wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile der Gentechnik in der Landwirtschaft konnten nicht belegt werden. Es mehren sich im Gegenteil die Berichte über geringere Erträge und empfindliche Pflanzen, die keinesfalls schädlingsresistent sind.
Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) schaden der Umwelt. Sie führen zum Rückgang der Artenvielfalt und es entstehen resistente Superunkräuter. Von Genpflanzen produzierte Gifte reichern sich im Boden an und gelangen letztendlch auch in das Grundwasser.
Die EU hat Genfood erlaubt. Das deutsche (unter Federführung der Grünen) entstandene Gentechnik-Gesetz regelt deshalb wichtige Bereiche wie Haftung und Anbau im Sinne der Verbraucher, die gesunde Nahrungsmittel für sich und ihre Kinder dauerhaft wünschen.
CDU,CSU und FDP wollen nach einem Regierungswechsel das Gentechnik-Gesetz neu schreiben:

Zum Schutz für ihre Produkte schließen sich immer mehr Bio- und konventionelle Bauern zusammen und erklären ihre Flächen zu gentechnikfreien Zonen.
Das sollten auch die Wachtberger Landwirte tun. Wir wollen sie dabei engagiert unterstützen.
Die allerwichtigste gentechnikfreie Zone ist die eigene Küche. Wer beim Einkauf Gentechnik vermeidet, sendet ein eindeutiges Signal an die Lebensmittelhersteller und Bauern aus.
Verkehrsberuhigung in Villiprott
Unser Ratsmitglied Ingo Steiner setzt sich mit einem Antrag an den Bau-, Vergabe- und Verkehrsausschuss für eine verkehrsberuhigende Gesamtkonzeption für Villiprott ein. Obwohl Tempo 30 vorgeschrieben ist, halten sich besonders die auswärtigen Besucher des Kottenforstes oder der Biergärten nicht an das Tempolimit. Die Unfälle nehmen zu.
Für Fußgänger und Anwohner sollte deshalb durch verkehrsberuhigende Maßnahmen (wie seitenversetztes Parken in markierten Buchten) für mehr Sicherheit gesorgt werden.
Gute Gründe grün zu wählen
Schreckensmeldungen über Klimakatastrophen wie Hochwasser und Stürme bis hin zum Hurrikan beherrschen wieder einmal die Medien. Sie sind das Ergebnis von jahrzehntelangem Wirtschaftswachstum, das auf die Natur keine Rücksicht nahm. Bis auf die
Partei Bündnis 90/Die Grünen wird von allen anderen größeren Parteien weiteres Wachstum zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gefordert. Die natürlichen Grenzen des Wachstums werden kaum angesprochen und es wird auch nicht gesagt, dass wir ein qualifiziertes ökologisches Wachstum benötigen, das in die natürlichen Bedingungen eingepasst ist.
Dafür setzen sich die Grünen immer noch am engagiertesten ein. Das ist einer der wichtigsten Gründe grün zu wählen. Denn was heute in Eschenlohe in Bayern durch die enormen Regengüsse zerstört wurde, das kann morgen auch in Wachtberg zerstört werden.
Es grüßen Ingo Steiner und Ursula Schöpf und schicken Ihnen auf Anfrage ausführlichere Gentechnik-Informationen zu unter Tel.: 0228/343523 oder per email:
ursula.schoepf@gmx.de