10. Januar 2006:
GRÜNER Kreistagsabgeordneter Ingo Steiner kritisiert Informationspolitik der RWE
„Die Wachtberger Bürger wollen wissen, wie viele Maste an welchen Standorten ein potentielles Risiko darstellen“, so Ingo Steiner, stellv. Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion und Wachtberger Ratsherr. „Wenn die RWE nicht freiwillig die Standorte der maroden Mäste offen legt, ist der Bürgermeister gefordert diese Informationen einzufordern. Die Menschen haben einen Anspruch zu erfahren, wo welche Risiken bestehen!“
Auf Initiative der GRÜNEN Kreistagsfraktion im Rhein-Sieg Kreis hat die RWE eine Liste der im Kreisgebiet vorhandenen Leitungsnetze und deren Baujahre veröffentlicht. Ferner wurde mitge-teilt, dass von ehemals 91 Masten der Sanierungspriorität 1 noch 16 zu sanierende und von ehemals 663 Masten der Sanierungspriorität 2 noch 539 zu sanierende und 54 der Sanierungs-priorität 3 noch 53 zu sanierende im Kreisgebiet stehen. Bei diesen Masten handelt es sich um die im Münsterland brüchig gewordenen Thomas-Stahl Mäste, wobei Kat. 1 und Kat. 2 sich nur durch den Standort unterscheiden (Kat. 1 liegt in der Nähe von bebauten Flächen oder Haupt-verkehrswegen). Während die Maste der Sanierungspriorität 1 in 2006 saniert werden sollen, will die RWE die Maste der Sanierungspriorität 2 und 3 nur bis 2015 sanieren. Eine Nachfrage nach den genauen Standorte dieser Masten wurde bis heute nicht beantwortet. In Wachtberg queren 6 Hoch- oder Höchstspannungsleitungen der RWE das Gemeindegebiet:  Aufgrund der Antwort der RWE in einer Anhörung im Landtag ist zu vermuten, dass mindestens in vier Leitungswegen Masten vorhanden sind, die aus dem brüchigen Thomasstahl bestehen bzw. bestanden haben. Aus diesem Grunde erwarten wir von der RWE klare Informationen, welche Masten auf dem Gemeindegebiet zu den noch zu sanierenden Masten gehören. Auch wenn das Risiko einer ähnlichen Katastrophe wie im Münsterland sehr gering ist, so haben die Menschen ein Recht darauf über dieses Risiko informiert zu sein.
„Diese Form der Informationspolitik durch den RWE ist nicht zu akzeptieren“, so Ingo Steiner. „Es ist schwer zu vermitteln, dass die RWE die Strompreise stetig erhöht, die Gewinne maxi-miert und notwendige Investitionen für Sanierungen der Thomas-Stahl Masten in einer Ge-samthöhe von gerade mal rund 15% des Jahresgewinns 2004 nach Steuern auf die lange Bank schiebt. Und genau für die Vorstände dieses Konzerns ist Atomenergie beherrschbar.“  
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