25. April 2006:
Kernkraft ist und bleibt gefährlich, unverantwortlich und folgenschwer!
Am 26. April 1986 kam es im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl zu dem folgenreichsten Reaktorunglück in der Geschichte der Atomenergienutzung. Auch noch nach zwanzig Jahren leiden die Menschen in der Ukraine und vor allem in Weißrussland unter der radioaktiven Strahlenbelastung ihrer Heimat. Die Atomindustrie und die CDU wollen den Ausstieg rückgängig machen. Doch Atomkraft ist und bleibt eine hochriskante Technologie, die katastrophale Folgen haben kann. Verlängerte AKW-Laufzeiten erhöhen die Risiken. Auch in Deutschland ist es in den Atomkraftwerken Biblis oder Brunsbüttel schon zu schweren Störfällen gekommen. Atomkraft ist keine Zukunftsenergie – sie ist unverantwortlich. Auch die fossilen Energieträger Öl, Kohle und Gas haben zwei wesentliche Nachteile. Sie sind nicht unendlich verfügbar und ihre Verbrennung erzeugt klimaschädliche Emissionen. Der Mythos einer Renaissance der Kernenergie und von sicheren Atomkraftwerken der dritten und vierten Generation kursieren immer noch. Solche Mythen sind gefährlich, sie verstellen den Blick auf die Wirklichkeit. Der Atomausstieg ist und bleibt sehr wichtig! Deswegen wird er weiterhin höchste Priorität in unserer Arbeit haben.
Die Alternative zu Atomkraft und fossilen Energien und der Abhängigkeit von Uran, Öl und Gas sind und bleiben Erneuerbaren Energien: 2005 wuchs deren Anteil am Stromverbrauch auf über 10 Prozent. Bis 2050 muss aufgrund der Klimaveränderungen mindestens die Hälfte der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen kommen. Unsere Antwort für die Zukunft der Energieversorgung bleiben die drei E's: erneuerbare Energien, Energieeffizienz und vor allem Energieeinsparung. „Erneuerbare Energien sind für die Wirtschaft von großer Bedeutung und haben zu einem deutlichen Beschäftigungszuwachs geführt. Die Zahl der Arbeitsplätze in dieser Branche lag im Jahr 2005 bereits bei etwa 170.000 – Tendenz steigend. Aber auch die rasant steigende Nachfrage mit explodierenden Preisen sprechen für einen Weg weg von Uran, Öl und Gas sowie für eine Politik, die Energieeinsparung und Energieeffizienz födert. Davon wird zunehmend auch die Wirtschaft und der Standort Deutschland profitieren. Zukunftsfähigkeit definiert sich so und nicht über immer niedrigere Löhne und Gehälter, wie sie von einigen Neoliberalen immer wieder gefordert wird!
 
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